Angkor Wat in Kambodscha – Angkorwat.de

Kambodscha Reisebericht 2022

Inhaltsverzeichnis - was findest du hier?

Kambodscha 2022 – unser Reisebericht über das aufregende, südostasiatische Land

Begonnen hat alles in der Hauptstadt Kambodschas – nach einem kurzweiligen Flug aus Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, begann in Phnom Penh unserer Monat Kambodscha, ein echtes Highlight in Südostasien. Ein Monat voller aufregender Erlebnisse, einer wunderbaren Kultur, der traurig-tragischen Geschichte des Landes und wunderschöner Flecken Natur im südostasiatischen Land Kambodscha. Über die Hauptstadt Phnom Penh haben wir nicht allzu viel Gutes gehört – schmutzige Stadt, nicht sehenswert oder nicht vergleichbar mit Bangkok und Co. waren noch die netten Beschreibungen. Müllhalde und Drecksloch gehören dann schon zu den vulgäreren Worten. Doch die Hauptstadt Phnom Penh war für uns der Anfang unserer eindrucksvollen Rundreise durch Kambodscha im Jahr 2020.

Der Königspalast in Phnom Penh
Der Königspalast in Phnom Penh

Was erwartet dich in unserem Kambodscha Reisebericht?

  • Unsere Stationen: Hauptstadt Phnom Penh, Kampot, die Insel Koh Rong Samloem und Siem Reap bei Angkor Wat.
  • 4 Wochen Reisezeit, Weiterreise nach Bangkok
  • Was wir nicht gesehen haben: Koh Rong, Ratanakiri, Battambang, Mondulkiri und Kratie.

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Unsere Reiseroute & Reiseplan durch Kambodscha

Hier auf der Karte findet ihr unsere 4wöchige Tour durch das schöne Kambodscha.

Die Hauptstadt Phnom Penh

Aufgrund der zahlreichen negativen Berichte von Reiseblogs und anderen Reisenden waren unsere Hoffnungen auf eine schöne Zeit in Phnom Penh wohl eher überschaubar – Erwartungen hatten wir eigentlich keine. Über 1,5 Millionen Einwohner wohnen in der Hauptstadt Kambodschas, die wirklich einige schöne Ecken bietet. Auch wenn aus unserer Sicht sicherlich andere asiatische Städte wie Bangkok oder Kuala Lumpur mehr Reiz ausüben, gibt es die ein oder anderen Aktivitäten in Phnom Penh, die sich wirklich lohnen. Drei Tage blieben wir in der Hauptstadt und erlebten dabei schöne, aber auch wirklich traurige Momente.

Eines unserer Highlights in der Hauptstadt war sicherlich der königliche Palast unweit des Stadtzentrums. Vor über 150 Jahren wurde der Palast erbaut und ist noch heute eine wunderschöne Anlage mit verschiedenen Tempeln und Pagoden. Beim Schlendern durch die Tempelanlagen sahen wir unzählige Mönche und verbrachten eine tolle Zeit im Königspalast. Ein weiteres Highlight unseres dreitätigen Aufenthalts war der Wat Phnom Tempel. Dieser liegt erhaben auf einem kleinen Hügel, dieser soll die größte Erhebung der Stadt sein. Die lange Treppe führte uns die wenigen Meter nach oben, von wo aus man trotz allem einen tollen Ausblick genießen kann. Darüber hinaus sind es insbesondere weitere, kleine Tempel und die Uferpromenade, welche die Zeit in Phnom Penh verschönern. Bei einem ausgiebigen Spaziergang am Sisowath Quay, der Uferpromenade, konnten wir das Leben der Einheimischen am Fluss beobachten und einfach mal dem bunten Treiben zuschauen. Straßenkünstler, Verkäufer und Co. geben sich hier die Hand – sowohl aus unmittelbarer Nähe oder mit einem kalten Getränk in einer Bar ein absolutes Highlight.

Im Inneren des Zentralmarkt Phsar Thmei in Phnom Penh
Im Inneren des Zentralmarkt Phsar Thmei in Phnom Penh

Natürlich darf bei einem Besuch der Hauptstadt Phnom Penhs ein Blick in die Vergangenheit des Landes nicht fehlen – die bewegte und traurige, jüngere Vergangenheit des südostasiatischen Landes begleitete uns in vielen Ecken der Stadt. Besonders im Gedächtnis bleiben uns die Besuche vom Gefängnismuseum und den Killing Fields. Beide Gedenkstätten waren ähnlich bewegend wie Museen in Vietnam über den Vietnam Krieg und ließen uns teilweise Tränen in die Augen schießen. Mit einem Audio-Guide erfuhren wir im Genozidmuseum und Gefängnis Tuol Sleng grausame Einzelheiten über die Geschichte Kambodschas. Das Gleiche galt für den Besuch der Killing Fields etwas außerhalb der Stadt, wo unzählige Opfer der Roten Khmer begraben wurden.

Kampot im Süden Kambodschas

Nach unserem Aufenthalt in Phnom Penh ging es mit dem wohl kleinsten Zug aller Zeiten (bestehend aus einem Wagon inklusive Fahrerabteil) in den Süden nach Kampot. Als eine von wenigen Strecken in Kambodscha gibt es hier die Möglichkeit, via Zug zu reisen – die restlichen Strecken sind immer noch zerstört bzw. nicht wieder instand gesetzt worden. In Kampot fühlten wir uns auf Anhieb wohl. Die Natur, der Fluss durch die Stadt und die unglaubliche Weite der Umgebung sorgten für ein unglaubliches Wohlgefühl. In Kampot gibt es wirklich viele Dinge zu tun. Bei unserem Aufenthalt gefielen uns besonders die Sonnenuntergänge am Flussufer, die Spaziergänge durch das französische Viertel oder das Kajak-Fahren durch die ruhigen Flussarme inmitten der idyllischen Natur.

In unmittelbarer Nähe der Stadt Kampot befindet sich der Bokor-Nationalpark.
In unmittelbarer Nähe der Stadt Kampot befindet sich der Bokor-Nationalpark.

Darüber hinaus gab es auch in der Umgebung von Kampot einige Must-Sees. Bei einem Besuch auf der Pfefferfarm lernten wir mehr über den Anbau zahlreicher Pfeffersorten kennen und kamen beim Tasting aufgrund der Schärfe einiger Sorten so richtig ins Schwitzen. Darüber hinaus war der Besuch des Bokor Nationalparks ein echtes Highlight. Mit dem Roller erkundeten wir den idyllischen Park, besuchten verschiedene Tempel, Buddha-Statuen, Wasserfälle und verlassene Gebäude. Zudem begleitete uns während der gesamten Fahrt ein weiter Blick bis auf die Südküste Kambodschas und das vorgelagerte Meer.

Die Inselperle Koh Rong Samloem

Kampot ging zu Ende – unser nächstes Ziel war die Insel Koh Rong Samloem. Gemeinsam mit seinem großen Bruder Koh Rong liegt die kleine Insel vor der Südküste Kambodschas – nur eine einstündige Bootsfahrt von Sihanoukville entfernt. Also hieß es auf nach Sihanoukville, um dort die Fähre zu erwischen. Erneut ging es mit dem Zug von Kampot weiter nach Sihanoukville, die wohl hässlichste Stadt Kambodschas oder wahrscheinlich der ganzen Welt. Die Stadt ist eine einzige Baustelle – sehenswert ist hier wirklich gar nichts. Nichtsdestotrotz bereuen wir den kurzen Aufenthalt dort gar nicht – schließlich hat unsere Insel Koh Rong Samloem jeden Staub und Baustellenlärm wieder wett gemacht.

Koh Rong Samloem und wir – das war Liebe auf den ersten Blick. Als wir in der Fähre saßen, schaukelten wir los Richtung Insel. Unser Boot fuhr verschiedene Häfen an, wirklich viel wussten wir über unseren Zielort auf der Insel nicht – M’Pai Bay war der Name des Dorfs auf der kleinen Insel. Angekommen am Steg wurden wir auch schon hinaus verfrachtet, Gepäck hinterher und nun standen wir auf dem kleinen Steg in Richtung Koh Rong Samloem. Wenige Einheimische kamen uns entgegen und holten Sachen vom Festland aus dem Boot. Der süße, kleine Strand des Dorfs lächelte uns mit einigen Bars und Restaurants an. Also Rucksack auf und ab auf die Suche nach unserer Unterkunft – Dahlia’s Guesthouse – eine der besten Unterkünfte auf unserer gesamten Weltreise. Nach einem relativ beschwerlichen Weg mit viel zu viel Gepäck kamen wir in der Unterkunft an – Dahlias Guesthouse und wir – auch das war Liebe auf den ersten Blick. Gemütlich eingerichtet, liebe- und stillvoll dekoriert – das trifft wohl perfekt auf das Guesthouse der holländischen Sharon zu, die uns, während unserer ganzen Woche auf Koh Rong Samloem, wie zuhause fühlen ließ. Denn bereits nach zwei Tagen war für uns klar – hier verlängern wir unseren Aufenthalt.

Neben unserer Unterkunft sprechen viele nette Restaurants und Bars, ein unglaublich angenehmer Vibe, ein entschleunigendes Tempo und wunderschöne Strände für einen Besuch von Koh Rong Samloem – ein Paradies, in das wir hoffentlich zurückkehren und das seine natürliche Schönheit hoffentlich behalten wird – und das einzigartige leuchtende Plankton, das es dort in der Dunkelheit zu bestaunen gibt.

Siem Reap

Siem Reap war der Ausgangspunkt für Angkor Wat – eigentlich zog es uns nur aus diesem Grund in die Stadt im Norden Kambodschas. Doch auch darüber hinaus fühlten wir uns in Siem Reap wirklich wohl. Insbesondere am Abend erwacht die Stadt zum Leben. Verschiedene Nachtmärkte bieten zahlreiche Souvenirs, Kleidungsartikel und auch alles Weitere an. Die Pub-Street lädt zum Feiern ein und auch der Phare-Artisten-Zirkus ist wirklich einen Besuch wert. In Siem Reap kamen wir mit dem Green Go Garden und Good Vibe kulinarisch voll auf unsere Kosten, ließen uns ein traditionelles Bambus Tattoo stechen und unternahmen zahlreiche Ausflüge in den Angkor Wat Nationalpark.

Die Pub Street in Siem Reap
Die Pub Street in Siem Reap

Angkor Wat

Natürlich gehörte der Angkor Wat Nationalpark zu unseren Highlights auf der Kambodscha Rundreise 2020. Der Angkor Nationalpark ist über 400 Quadratkilometer groß und bietet zahlreiche Tempelanlagen. Die ehemaligen Khmer Königsstädte bieten für jeden Besucher das Richtige – vom imposanten Angkor Wat über kleine Tempel, bei denen wir nahezu alleine durch die Natur laufen konnten. Angkor Wat kann man sowohl mit dem Fahrrad, dem E-Bike als auch dem Tuk-Tuk erkunden. Wir entschieden uns zunächst für das Fahrrad, griffen dann aber nach einem wirklich anstrengenden Tag mit 40 Kilometer Fahrradtour am Nächsten auf ein Tuk Tuk zurück.

Ta Prohm - der Dschungeltempel mit den bekannten Baumwurzeln im Mauerwerk.
Ta Prohm – der Dschungeltempel mit den bekannten Baumwurzeln im Mauerwerk.

Besonders gut hat uns der viel besagte Angkor Wat gefallen, auch wenn bereits früh morgens Menschenmassen in das Bauwerk strömten. Zudem gibt es im Angkor Nationalpark den Ta Prohm Tempel, der aus den Lara Croft Filmen bekannt ist. Darüber hinaus – Tempel, soweit das Auge reicht. Die meisten Namen habe ich vergessen, viele Tempelanlagen sind gleich und dann doch wieder unterschiedlich. Die drei Tage im Angkor Nationalpark machten wirklich Spaß. Besonders im Gedächtnis blieb mir dann doch noch ein Tempel – das absolute Highlight war der Bayon Tempel mit seinen lustig spielenden Affen und einer wirklich einzigartigen Bauweise. Wenn früh morgens die Masse nach Angkor Wat rast, ist ein Besuch des Bayon Tempels wirklich empfehlenswert.

Muss man Kambodscha gesehen haben?

Mit Siem Reap und Angkor Wat endete dann auch unsere Kambodscha Rundreise. Nach einem Monat im südostasiatischen Land stiegen wir nun in Siem Reap in den Bus nach Bangkok – ein Blick zurück zeigt: Kambodscha ist wirklich eine Reise wert – für uns garantiert auch noch eine Weitere.

Diese Orte stehen beim nächsten Mal auf unserer Liste

Doch ein Monat Kambodscha hat bei weiten nicht gereicht, um jede Ecke in Kambodscha zu bereisen. Vielmehr gibt es für uns gute Gründe, zurück in das südostasiatische Land zu kehren, um neben einem weiteren Aufenthalt auf Koh Rong Samloem auch neue Ecken zu erkunden:

Kratie:

Kratie ist eine Stadt am Ufer des großen Mekongs. Die meisten Reisenden kommen nach Kratie, um die berühmten Irrawaddy Flussdelfine zu entdecken.

Mondulkiri:

Angkor Wat, Kampot oder Phnom Penh – das gehört zu den Plänen vieler Reisender in Kambodscha. Doch nach Mondulkiri verschlägt es kaum welche. Dort werden wir beim nächsten Besuch durch den Dschungel wandern, wilde Elefanten beobachten oder einfach die Weiten der Reisfelder bestaunen.

Battambang:

Battambang ist nicht weit von Siem Reap entfernt und bietet zahlreiche alte Kolonialbauten. Hier werden wir beim nächsten Mal durch die ruhigen Straßen schlendern und in den kleinen Cafes flanieren.

Ratanakiri:

Ratanakiri gehört zu den wenig besuchten Ecken Kambodschas. Rund um den Virachey Nationalpark begeistern Wanderwege, Wasserfälle und Kraterseen.

Koh Rong:

So verliebt wie wir in Koh Rong Samloem waren, reichte für einen Besuch des großen Nachbarn schlichtweg die Zeit nicht. Beim nächsten Mal gibt es zumindest einen Tagesausflug auf die große Insel.

 

Wer schreibt hier?

Ich bin Daniel (27) aus Deutschland – seit fast sechs Jahren reisen wir gemeinsam durch die Welt – seit einigen Monaten sind wir nun auf Weltreise. Für uns ging es bereits einige Male nach Asien – nach Vietnam, Kambodscha, Sri Lanka, Thailand oder auch China.

Den Reiseblog von uns findet ihr hier.

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